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Taubergießen -
Naturschutzgebiet zwischen Rhein und
Kaiserstuhl
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Die Quellen der Rheinaue, auch Blauwasser,
Quellseen oder Giessen genannt, sind geologische und ökologische Besonderheiten
am Oberrhein. Kennzeichen ist das glasklare Wasser, das aus den Tiefen der
Rheinebene in Quelltöpfen emporsprudelt. Einzigartig ist auch die Fauna und
Flora dieser Giessen. Der Taubergiessen liegt am Ostufer des Rheins
nördlich von Breisach, zwischen Rheinhausen im Süden und Kappel im Norden. Diese
von Altrheinarmen durchzogene Auenlandschaft steht unter Naturschutz. So haben
die vom Rhein und seinen Altarmen immer wieder überfluteten Auwälder schon zu
Urzeiten ausgesehen. Besonders die AGL Quellschutz kümmert sich um die Giessen.
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NSG Taubergiessen zwischen Wyhl Iim Süden), Weisweil,
Rheinhausen, Rust und Kappel (im Norden) und dem Rhein (im Westen) |
NSG
Taubergießen am Rhein - 35 km im Norden von Breisach
Ursprünglich änderte der Rhein mit jedem Hochwasser seinen Lauf. lm 19. Jahrhundert zwang der badische
Wasserbauingenieur Tulla mit der Rheinbegradigung den Strom in ein festes Bett. Der Rheinausbau hat die
Aue seither fortwährend verändert. Ganze Biotope gingen unter, neue entstanden.
Heute ist die Urlandschaft nur durch Eingriffe des Menschen zu erhalten. Seit
1979 steht das Taubergießengebiet
in den Auen bei Rheinhausen und Kappel
unter Naturschutz. Es umfasst 1682 Hektar;
zwei Drittel davon sind Auenwälder. Im Bannwald, auf 170 Hektar, ruht jede
Nutzung.
Historisches Kuriosum: Zwei Drittel des geschützten deutschen Landstrichs sind
Grundbesitz der französischen Gemeinde Rhinau. lm 16. Jahrhundert lagen die
betroffenen Flächen zeitweise linksrheinisch, und als sich der Fluss wieder
verlagerte, blieb es bei der Besitzstandsregelung.
Ein dichtes Gewässernetz durchkreuzt die weitläufige Wald- und Wiesenlandschaft.
Im milden Klima gedeihen im Mai/Juni 23 Orchideenarten. Eisvögel, Laubfrösche,
seltene Libellen und Schmetterlinge leben hier, das Vogelschutzgebiet ist von
europäischer Bedeutung. Kormorane, Enten und Graugänse beobachtet man am besten
im Herbst und Winter.
mehr auf www.rheinhausen.de
Informative Beschreibung zum Taubergießen mit vielen Links
www.adler-breisach.de/ah-taubergiessen.htm
 
Es gurgelt und gluckst wieder, wenn das Wasser
durch den Taubergießen fließt. Lange Jahre herrschte beinahe Stillstand, die
Gießen und Altrheinarme verschlammten und drohten zu verlanden. Nun ist das
Zwei-Millionen-Projekt "Revitalisierung Taubergießen" abgeschlossen — die
Wiederbelebung hat allem Anschein nach funktioniert.
"Die Fische kommen mit den Baustellen" , sagt Naturschützer Michael Georgi, seit
zehn Jahren als Ranger für den Taubergießen zuständig und täglich vor Ort. An 13
Baustellen wird seit Januar gebaggert und gebaut. Am Leopoldskanal und am Rhein
sind ganze Abschnitte von Dämmen abgetragen worden, im Innern des
Naturschutzgebietes, dem ehemaligen Überflutungsbereich des Rheins und der Aue,
wurden Breschen geschlagen und alte Fließverbindungen wieder hergestellt. "Wir
möchten, dass der Rhein das Gebiet wieder durchputzt" , sagt Jochen Paleit,
Projektleiter im Regierungspräsidium Freiburg. "Der teils meterdicke Schlamm
soll weggespült und der kiesige Untergrund wieder zum Vorschein kommen, der
Lebensraum für viele Wassertiere ist." Seit Johann Gottfried Tulla,
Wasserbauingenieur aus Karlsruhe, Anfang des 19. Jahrhunderts den Rhein
begradigt und schiffbar gemacht hat, seit der Leopoldskanal und später, Mitte
des 20. Jahrhunderts, der Rheinseitenkanal gebaut worden sind, haben die
Fließgewässer der Auenlandschaft hinter den Dämmen an Dynamik verloren.
Wissenschaftler haben die lähmende Wirkung dieser Abgrenzung vom großen Strom in
vielen Untersuchungen und Aufsätzen beschrieben. Aber erst als die Naturschützer
und Fischer aus Rhinau und Kappel wegen der dramatisch zunehmenden Verschlammung
der Altrheinarme Alarm schlugen, kam der Stein ins Rollen. "Der Taubergießen war
aus dem Gleichgewicht gekommen" , sagt Ranger Georgi. "Es musste unbedingt etwas
geschehen." Zusammen mit dem Bürgermeisterstellvertreter, Etienne Harlepp aus
Rhinau habe er die Behörden auf die Lage aufmerksam gemacht. Dank vieler
Gespräche und der Kooperation aller Beteiligten habe man das Projekt
"Revitalisierung" in wenigen Jahren durchziehen können, sagt Jochen Paleit. 2005
steckte das Vorhaben noch in der Planungsphase, 2006 wurde das
Planfeststellungsverfahren durchgezogen, die Ausschreibungen erledigt und die
Aufträge vergeben. Bereits Anfang 2007 konnten die Bauarbeiten beginnen.
Vorbild für das rund 2000 Hektar große
Naturschutzgebiet zwischen Niederhausen und Wittenweier sei die nur 500
Hektar große Île de Rhinau, zwischen Rhein und
Rheinseitenkanal gewesen. Dort habe man bereits vor vier Jahren Schritte zur
Belebung unternommen — mit den erhofften Effekten, sagt Paleit. Nach diesem
Vorbild sei man auch im Taubergießen vorgegangen, begleitet von Spezialisten und
Laien, die sich in einer Steuerungsgruppe zugearbeitet haben. Paleit
unterstreicht die Interdisziplinarität des Projekts. Auch die Ortsgruppe
Ettenheim des Naturschutzbundes Deutschland sei beteiligt gewesen. Finanziert
wurde das zwei Millionen Euro teuere Projekt zur Hälfte aus dem europäischen
Programm "Interreg" , weil ein großer Teile des Taubergießen
französisches Staatsgebiet sei und die Revitalisierung
damit grenzüberschreitend. 800 000 Euro bezahlt das Land Baden-Württemberg, 85
000 Euro die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg, den Rest die vier
Anrainergemeinden, Rhinau, Kappel-Grafenhausen, Rust und Rheinhausen. Am Montag
findet die Abschlussveranstaltung im Rathaus Rust statt — mit einer gemeinsamen
Bootsfahrt durch das Naturschutzgebiet.
Erika Sieberts, 23.6.2007,
www.badische-zeitung.de
www.revitalisierung-taubergiessen.eu

 
Gemeinderat Rheinhausen beschließt Sperrung der Zufahrtswege
Das Naturschutzgebiet Taubergießen lockt bei gutem Wetter deutschlandweit
Urlauber und Touristen an. Vor allem für Bootsfahrten gilt das geschützte
Rheinauengelände als beliebter Ausflugsort. Doch die Gemeindeverwaltung
Rheinhausen und auch Anwohner fürchten seit längerem, dass Tier- und
Pflanzenwelt nachhaltig geschädigt werden könnten. Grund: Die Zufahrtswege zum
Rhein sind offen zugänglich, im Sommer stehen massenhaft Fahrzeuge im Wald -
obwohl die Kennzeichnung als Naturschutzgebiet eigentlich automatisch die
Zufahrt mit privaten Fahrzeugen verbietet.
Um den Verkehr im Naturschutzgebiet wieder los zu werden hat der Gemeinderat
jetzt beschlossen, die Zufahrtswege beim Parkplatz Oberhausen, beim Schützenhaus
Niederhausen und beim Breitgießenweg im Sommer mit Schranken zu sperren. Zugang
haben dann nur noch Rettungsdienste sowie berechtigte Anlieger und Arbeiter. Im
Winter bleiben die Schranken offen wegen der Holzarbeiten.
Das Regierungspräsidium hat sich als obere Naturschutzbehörde bereit erklärt,
die Kosten für die Schranken zu übernehmen. Bürgermeister Jürgen Louis mahnte im
Gemeinderat eindringlich: "Die Befahrung der Wege ist bereits heute
rechtswidrig." Gefordert wurde im Rat auch, die Leinenpflicht für Hunde im
Bereich Taubergießen konsequenter zu prüfen.
Hagen Schönherr , 30.3.2007,
www.badische-zeitung.de
 
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Bootsfahrten durch Taubergiessen
mit der Ruster Fischerfamilie Burkhard Koch & Söhne. |
Seit es Bootsfahrten durch das
Naturschutzgebiet gibt fährt Burkhard Koch von Rust aus den längsten
Streckenabschnitt durch das Naturschutzgebiet Taubergiessen. Während der
Bootsfahrt erfährt der Besucher alles Wissenswerte über das Naturschutzgebiet.
Nach der Bootsfahrt gibt es verschiedene Möglichkeiten zum Fischessen, Grillen
oder Regionale Angebote. Tägliche Bootsfahrt um 16 Uhr 30. Für Gruppen ist der
Zeitpunkt der Fahrt nach Vereinbarung.
Familie Koch, 77977 Rust, Austraße 16, Tel/Fax 07822-6538 oder 07822-867100
www.taubergiessentour.de ,
info@taubergiessentour.de

Freiburg-Taubergiessen.de
"Der Amazonas am Oberrhein" - Bootsfahrten durch den Taubergießen
Mit der Fischerfamilie Gebr. Klaus und Anton Koßmann und Söhne
Gönnen Sie sich zwei erholsame Stunden bei einer sachkundig geführten Bootsfahrt
und einem Gläschen Wein durch eines der größten Naturschutzgebiete
Baden-Württembergs - den Taubergießen beim Europa-Park Rust. Lassen sie sich
dabei von einer urwaldartigen Flußlandschaft und einer Vielzahl von seltenen
Tieren und Pflanzen beeindrucken.
Klaus Koßmann, Bachstr.14, 79365 Rheinhaussen, Tel 07643/6775
info@freiburg-taubergiessen.de,
www.freiburg-taubergiessen.de

Taubergiessenfahrt.de
Bootsfahrten im Fischerkahn, im Naturschutzgebiet Taubergiessen. Hier finden Sie
Bilder und Informationen der Fauna und Flora, Orchideen und Schmetterlinge,
Libellen, Wasservögel und Kriechtiere, und andere seltene einheimische Tiere und
Pflanzen.
Josef Kossmann,
Tel 07643 / 8732, Fax 07643 / 931364
eMail info@taubergiessenfahrt.de,
www.taubergiessenfahrt.de

Naturschutz Taubergiessen
Im Fischerkahn, die Fauna und Flora des Naturschutzgebiet Taubergießen erleben.
Landschaftsaufnahmen, Jahreszeiten, Tier- und Pflanzenfotos im Naturschutzgebiet
Taubergießen, im Fischerboot durch eine Naturlandschaft in den Weiten des
Taubergießen, die einzigartige
Urlandschaft am Rhein, zwischen Schwarzwald, Vogesen und dem Kaiserstuhl.
Mit dieser Seite soll versucht werden, nach und nach die Flora und Fauna des
Taubergießen bildlich zu erfassen, und Informationen über die einmalige
Landschaft zu bündeln.
www.naturschutz-taubergiessen.de

Taubergiesen-Bootsfahrten.de
Details bitte telefonisch oder vor
Ort. Viele Grüße von Familie Kirner
www.taubergiessen-bootsfahrten.de, eMail
anfrage@taubergiessen-bootsfahrten.de

Links
Naturschutzgebiet Taubergießen
www.taubergiessen.com
Taubergiessen - Wirldnis am Altrhein
http://www.zum.de/Faecher/G/BW/Landeskunde/rhein/rhein/tauberg01.htm
http://www.rust-taubergiessen-bootsausfluege.de/
Le
Taubergiessen : la réserve naturelle du Ried rhinois en barques -
Promenades en barques à fond pla
http://perso.wanadoo.fr/baba-regio/win22-agenda.htm
Orchideen am Taubergiessen
http://www.miramis.de/index.php?name=Taubergie%DFen

© by freiburg-schwarzwald.de, Kontakt, Update
29.07.10
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