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Blick von der Immi ob Kirchzarten nach Osten zum Hinterwaldkopf (Schnee) und Zastlertal (rechts) am 9.2.2007
Blick von der Immi ob Kirchzarten nach Osten zum Hinterwaldkopf (Schnee) und Zastlertal (rechts) am 9.2.2007

 

Bilder von Veronika Waldvogel bei Testo in Kirchzarten

„Tulpe im Dialog“ und „Seerosen“ hat Veronika Waldvogel diese Bilder genannt. „Glaskrüge“, „Insel im Meer“, „Im Dschungel“ oder „Wunschtraumbaum“ heißen andere, bei „Testo“ ausgestellte Gemälde.

Kirchzarten (glü.) Fast neunzig Gäste konnte Elke Vollmer, bei „Testo industrial services“ in Kirchzarten unter anderem auch für die regelmäßigen das Foyer und Treppenhaus belebenden Ausstellungen verantwortlich, wohl noch nie bei einer Vernissage begrüßen. Jetzt hatte sie mit der Kirchzartenerin Veronika Waldvogel einen echten „Lokalmatador“ engagiert, von dem sie „schon viel Gutes gehört habe“. Schließlich lebt die in Lenzkirch, dem Testo-Stammort, geborene 63-Jährige bereits seit vierzig Jahren in Kirchzarten. Viele Freunde und Bekannte wollten sehen, was die seit Jahrzehnten aktive Malerin diesmal der Öffentlichkeit präsentierte. Und zwei Arbeitskollegen von Veronika Waldvogel gaben mit Ehefrau und Sohn der Vernissage einen gelungenen musikalischen Rahmen. Renate Ernst, eine Freundin der Künstlerin, stellte kurz Leben und Werk vor. Sie betonte, dass es etwas Besonderes sei, in einer solch großen modernen Firma auszustellen. Die Wirtschaft bewähre sich wieder einmal als wertvoller Mäzen für Kunstschaffende. Darüber hinaus sorge das Unternehmen aber auch dafür, den Arbeitsplatz für die Mitarbeitenden zu verschönern – Kunst werde zum Instrument der Personalentwicklung und zum Helfer der Produktivitätssteigerung. Beiden, der Künstlerin und dem Unternehmen, sei der handwerkliche Prozess auf dem Weg zum Erfolg gemeinsam. Sie freue sich sehr, meinte Veronika Waldvogel, dass so viele Menschen Interesse an ihren Bildern zeigten. Sie male seit über vierzig Jahren und habe sich nie in eine Stilrichtung pressen lassen. So habe sie lange Zeit gegenständlich gemalt, ja sogar auf Bauernschränken und auf Seide. Seit etwa sieben Jahren sei ihr Stil völlig verändert. Die jetzt bei „Testo industrial services“ ausgestellten 26 Bilder wären fast alle in den letzten vier Monaten entstanden. Sie gehe viel auf Ausstellungen, in Workshops oder zu Malvorführungen, um sich Anregungen zu holen. Eine Kunstschule am Schluchsee gäbe ihr seit Jahren wertvolle Fort- und Weiterbildung. Die ausgestellten Bilder seien zum größten Teil mit Öl-, Acryl- und Aquarellfarben gemalt. Die Vielfalt an Farben, Formen, Motiven ist für den Betrachter verblüffend. „Ich sehe ein anderes Bild und drücke es mit meiner Art aus“, verrät Waldvogel dem „Dreisamtäler“, „ich mache mir Skizzen und male dann ein Bild auf einmal fertig. Am Beginn weiß ich gleich, wie das Bild am Schluss aussieht.“ Noch bis zum 8. März 2010 sind die Bilder der Hobbymalerin Veronika Waldvogel bei „Testo industrial services“ zu sehen – und zu kaufen!
Gerhard Lück, 6.11.2009, www.dreisamtaeler.de

Geigesturm an der Talstrasse - Spendenaufruf

Seit vier Jahren mietet das Kulturwerk T 66 den denkmalgeschützten Geigesturm an der Talstraße, in dem Ausstellungen stattfinden. Jetzt geht dem Kulturwerk das Geld aus. Anträge der SPD-Fraktion, den Verein mit 10 000 Euro zu unterstützen, hat der Gemeinderat im vergangenen Jahr abgelehnt. Der finanziell angeschlagene Kulturverein bangt um seine Existenz. .....
Der Bürgerverein Oberwiehre-Waldsee hat nun einen neuen Spendenaufruf gestartet. Die Hoffnung, mit vielen kleinen Einzelspenden allein das Finanzloch zu stopfen, ist allerdings nicht sehr ausgeprägt: 2008 kamen insgesamt 3500 Euro an Spenden zusammen.
Alles vom 22.1.2009 lesen auf www.badische-zeitung.de/freiburg-sued/die-probleme-tuermen-sich


 

Landschaftsbilder voller Lebendigkeit - Breitnauer Maler Ulrich Duttke

Rund 40 Werke des Breitnauer Malers Ulrich Duttke sind in der Volksbank Neustadt zu sehen. Die Ausstellung unter dem Titel "Daheim im Schwarzwald – Unterwegs auf Reisen" wird am Mittwoch, 26. November um 19 Uhr offiziell eröffnet und endet am 15. Januar.
19.12.2008, Eva Weise, alles lesen bitte auf
www.badische-zeitung.de/breitnau/landschaftsbilder-voller-lebendigkeit

 

Bildhauerarbeiten von Rolf Baum: Ausstellung im Advent

Rolf Baum hofft mit „seinem Stier“ auf zahlreiche Besucher(innen) am 13. und 14. Dezember in seinem großen Atelier am Hohrain 1 in Kirchzarten.

Foto: Gerhard Lück

Kirchzarten (glü.) Wer sich von Rolf Baum durch sein großräumiges Wohn- und Atelierhaus am Hohrain 1 in Kirchzarten führen lässt, gewinnt schnell den Eindruck, im „Zuhause“ eines Kunstliebhabers zu sein. Und das gibt der 77-jährige ehemalige Industriedesigner auch gerne zu: „Das Meiste, was Sie hier sehen, habe ich selbst geschaffen!“ Dabei leuchten seine Augen und man nimmt ihm gerne ab, wenn er zugibt: „Die Kunst ist mein Lebensinhalt!“

Jetzt möchte er wieder die breite Öffentlichkeit an seinem Wirken und Schaffen teilhaben lassen. Seit 2004 lädt er alljährlich zur „Ausstellung im Advent“ in sein Atelier. Im Jahre 2002 stellte er erstmalig aus, damals in der Talvogtei – ein Jahr später holte ihn der Kunstverein in die „Alte evangelische Kirche“. Am 13. und 14. Dezember 2008 sind jeweils von 14 bis 18 Uhr rund 80 neuere Bildhauerarbeiten aus den letzten Jahren zu sehen. Der Ausstellungsort ist leicht zu finden: auf der Stegener Straße geht es etwa 300 Meter nach dem Kreisel aus Kirchzarten kommend nach rechts ab – „Baum Design“ verkündet das weiße Straßenschild. Hier hat Rolf Baum seit 1958 jahrelang als selbständiger Industriedesigner zahlreiche Industrieprodukte entworfen und dafür insgesamt 27 Designauszeichnungen erhalten. Seit 2000 konzentriert er sich vornehmlich auf seine bildhauerischen Arbeiten. Beim Gang durchs Haus wird schnell deutlich, dass der menschliche Körper eine magische Anziehungskraft auf den Künstler ausübt. Zahlreiche Torsi in Holz und Bronze sind zu bewundern. „Der menschliche Körper interessiert mich sehr“, erklärt Baum, „allerdings ist er auch am schwierigsten darzustellen.“ Die meisten seiner Körper sind abstrakt mit klaren Linien gehalten. Doch seit einiger Zeit ist in ihm ein innerer Kampf zwischen der abstrakten und gegenständlichen Darstellung entbrannt. So ist die junge Frau mit dem kleinen Kind vor der Brust ein „Danke schön“ an eine seiner Töchter, als sie ihm sein sechstes Enkelkind schenkte. Doch auch Tiere und Fantasiegebilde werden von ihm geschaffen.

So vielseitig wie die Ausdruckskraft von Rolf Baum ist auch die Verwendung der Materialien. Besonders liebt er Holz – gleich in welchem Zustand; ist vernarrt in wunderschöne Maserung, die von ihm „freigelegt“ wird. Doch auch Bronzegüsse, Modelle aus Ton mit entsprechender Glasur, Gipsmodelle oder Formen aus Silicon sind bei ihm zu finden. Auffallend ist die wohltuende Ordnung in seinen drei Ateliers. „Die Ordnung ist für mich ein selbstverständliches Gestaltungselement“, erklärt er, „meine Mitarbeiter bei Baum-Design mussten abends immer ihren Platz ordentlich verlassen.“ Nur so wäre man am nächsten Tag frei für kreatives Schaffen, weiß der gebürtige Freiburger. Rolf Baum, der vielfach ausgezeichnete Designer und ausdrucksstarke Künstler, hat eine weitere Leidenschaft: die Musik. So gehört er seit vielen Jahren der Folkband „Aufstrich“ an. Mit seiner Geige hat er zum Erfolg von herrlicher irischer, israelischer, amerikanischer oder deutscher Folkmusik beigetragen. Auch wenn „Aufstrich“ nur noch ganz selten öffentlich auftritt, treffen sich die bis zu elf Musiker immer noch zweimal monatlich in Baums Atelier und musizieren miteinander.
Gerhard Lück, 4.12.2008, www.dreisamtaeler.de

www.baumdesign.de

  

 

Kunstwerkstatt der PH: Grundschulkinder ohne Leistungsdruck kreativ

Wer hätte gedacht, dass der unansehnliche dürre Tannenast zum Star des intergalaktischen Gartens auf dem Campus der Pädagogischen Hochschule (PH) mutieren könnte? Seine ungewöhnliche Karriere verdankt er einer Gruppe Grundschulkinder, die in der PH-Kunstwerkstatt einmal wöchentlich nachmittags die "Schule der Fantasie" besuchen.


"Star Wars" ist ihre Welt, und einen Hausaufgabenroboter haben sie auch schon gebaut. Jetzt ist der Garten der Außerirdischen dran: Material dafür haben sie eine Woche zuvor im Wald gesammelt. Jetzt wird noch das mit den verschiedensten Utensilien bestückte Regal gestürmt: Pappe, Plastikverpackungen, Schnüre, Wollfäden und sogar ein alter Schuh finden sich darin. "Die Kunstwerkstatt lebt vom Materialangebot" , erklärt Thomas Heyl, der sie vor einem Jahr gegründet hat. Die Kinder lassen sich inspirieren von dem, was sie vorfinden und gehen die ungewöhnlichsten Wege. Angeleitet werden sie von Lehramtsstudierenden der Fachrichtung Kunst, denen ihr Engagement als Schulpraktikum angerechnet wird. "Bei uns werden die Kinder nicht mit einer fertigen Produkterwartung konfrontiert." Ihre Werke werden auch nicht an einem künstlerischen Kriterienkatalog gemessen. Schon "viele schockierte Mütterblicke" hat der Professor ob der entstandenen Kreationen registriert. Aber "wir beobachten, was die Kinder sich denken." Die neunjährige Christine hat sich einen weißen Plastikbecher geschnappt, seine Ränder in Streifen geschnitten. Die werden umgeklappt und mit Hilfe einer Heißklebepistole zu einer wundersamen Blüte geformt. Ein Mädchen hilft, sie auf einen Stock zu montieren. Sie bohren Löcher mit der Handbohrmaschine. Der kreative Prozess in der Kunstwerkstatt ist in vollem Gang. Geschäftig wuseln die Kinder um die Werkbänke herum, beraten sich, bilden Teams, kleckern sich mit Farbe voll, hantieren mit unterschiedlichen Gerätschaften. "Kannst du mir ein bisschen helfen?" , fragt die zehnjährige Paula die siebenjährige Julia. Unzählige bunte Streifen aus dünnem Karton hat sie geschnitten und klebt sie zu bizarren Blüten zusammen. Julia hilft und entwickelt sich zur Meisterfloristin. Der achtjährige Dominik hat derweil zu Pinsel und Farbe gegriffen und pinselt hingebungsvoll den Tannenast. "Ist rosa zu kitschig?", fragt er. Lehramtsstudentin Jana Glatz hat Gefallen gefunden an "dieser anderen Art und Weise, mit Kindern zu arbeiten und zu sehen, dass es funktioniert". Über kleine Impulse, etwa in Form von Geschichten, gehen die pädagogischen Eingriffe nicht hinaus. "Wir sanktionieren nicht" , sagt Glatz, und es ist anzunehmen, dass ihr späterer Kunstunterricht in der Schule geprägt sein wird von der Erfahrung mit der "Schule der Fantasie" . Die ist ein Import aus Bayern, wo sie Rudolf Seitz, einem Professor für Kunsterziehung an der Münchner Akademie der Bildenden Künste, vor 30 Jahren entwickelte. Er wollte dem "Kalkulierbaren, Nutzbaren, Ergebnisorientierten" der Schule etwas "Ungebundenes, Freies und Prozessorientiertes" entgegenstellen.
An der PH Freiburg hat die "Schule der Fantasie" ihr erstes Probejahr als freiwilliges Zusatzangebot am Nachmittag für Kinder der benachbarten Reinhold-Schneider-Grundschule hinter sich. Jetzt würde sie gerne als integrierter Bestandteil in Ganztagsschulen Fuß fassen, indem Themen der Sachfächer aus anderer Perspektive aufgegriffen werden. Kooperationen mit der Grundschule Staufen und der Freiburger Sportgrundschule sind vereinbart.
Anita Rüffer , 17.10.2008, www.badische-zeitung.de

 

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